
Richtig Schnorcheln mit Schnorchelmaske & Vollmaske – Tipps für Anfänger & Fortgeschrittene
Richtig Schnorcheln – Das Wichtigste auf einen Blick:
Vollmaske vs. klassische Maske: Vollgesichtsmasken erlauben natürliche Mund-Nase-Atmung und beschlagen nicht. Klassische Sets eignen sich besser fürs tiefe Tauchen.
Wichtigste Regel: Langsam und gleichmäßig atmen – nie hektisch oder flach.
Sicherheit: Bei Vollgesichtsmasken auf CO₂-Prüfzertifikat achten (SGS, TÜV). Billigmasken ohne getrennte Atemkanäle können gefährlich werden.
Für wen: Schnorcheln eignet sich für alle Altersgruppen – vom Kind ab 2,5 Jahren bis zu Senioren.
1. Warum Schnorcheln so beliebt ist
Schnorcheln gehört zu den wenigen Sportarten, die fast jeder sofort ausüben kann – ohne Lizenz, ohne wochenlange Kurse, ohne teure Ausrüstung. Du brauchst im Grunde nur eine Maske und Wasser. Und trotzdem öffnet sich dir damit eine komplett andere Welt: bunte Fischschwärme, Korallen, Schildkröten, Rochen – Erlebnisse, die du an Land nie haben wirst.
Seit preiswerte Unterwasserkameras und Action-Cams den Massenmarkt erreicht haben, hat Schnorcheln nochmal einen echten Boom erlebt. Es reicht vom entspannten Treiben am Hotelstrand bis zu mehrstündigen Touren an abgelegenen Riffen. Und das Beste: Es ist für jedes Alter geeignet – unsere jüngsten Schnorchler starten mit Kindermasken ab 2,5 Jahren.
Ob du im nächsten Urlaub zum ersten Mal schnorcheln willst oder nach Jahren wieder einsteigst – dieser Ratgeber gibt dir alles an die Hand, was du brauchst. Von der Wahl der richtigen Maske über Atemtechnik bis zu Tipps, die auch erfahrene Schnorchler noch überraschen dürften.
2. Schnorchelmaske vs. Vollmaske – der große Vergleich
Die erste Entscheidung beim Schnorcheln: Klassisches Schnorchel-Set (Taucherbrille + Schnorchel im Mund) oder Vollgesichts-Schnorchelmaske? Beide Varianten haben ihre Stärken – und die richtige Wahl hängt davon ab, was du vorhast.
🤿 Klassisches Schnorchel-Set
✓ Optimal fürs tiefere Tauchen (Druckausgleich durch Nase möglich)
✓ Kompakter zum Transportieren
✓ Vertraut für erfahrene Taucher
✗ Mundstück kann Würgereiz auslösen
✗ Nur Mundatmung – fühlt sich unnatürlich an
✗ Brille beschlägt häufig
✗ Wasser im Schnorchel möglich
😎 Vollgesichts-Schnorchelmaske
✓ Natürliche Atmung durch Mund und Nase
✓ 180° Panorama-Sichtfeld
✓ Kein Beschlagen dank Luftzirkulation
✓ Dry-Top verhindert Wassereintritt
✓ Ideal für Anfänger und Kinder
✗ Druckausgleich nur bei Spezialmodellen
✗ Nicht für intensive Schwimmstile geeignet
3. Die richtige Ausrüstung wählen
Gute Ausrüstung macht den Unterschied zwischen „nie wieder" und „wann geht's nochmal?". Hier ein Überblick, was du wirklich brauchst – und worauf es bei der Auswahl ankommt.
Die Maske – das wichtigste Equipment
Die Maske ist dein Fenster zur Unterwasserwelt. Bei einer schlechten Maske hast du beschlagene Sicht, drückende Ränder und Wasser im Gesicht. Bei einer guten Maske vergisst du, dass du eine trägst.
Worauf du achten solltest:
- CO₂-Sicherheit: Bei Vollgesichtsmasken zwingend auf getrennte Atemkanäle und ein unabhängiges Prüfzertifikat achten (SGS, TÜV, DEKRA). Mehr dazu im Kapitel CO₂-Sicherheit.
- Passform: Die Maske muss zum Gesicht passen. Als Faustregel: Bis 1,69 m Körpergröße → S/M, ab 1,70 m → L/XL. Bei schmalem Gesicht eher S/M, bei rundem Gesicht eher L/XL.
- Sichtfeld: 180° Panoramasicht gibt dir den besten Überblick – du siehst Fische auch seitlich, nicht nur frontal.
- Dry-Top-System: Verschließt den Schnorchel automatisch unter Wasser – kein Salzwasser schlucken.
Unsere Empfehlungen
- Seaview Pro – unser Bestseller. SGS-zertifiziert, dreifach breiterer Atemkanal, 180° Sicht. Aufsetzen, losschnorcheln.
- Seaview Pro Plus – mit integriertem Druckausgleich. Für alle, die auch mal abtauchen wollen (bis 8–10 m).
- Seaview X – schlicht und neutral. Beliebt bei Jugendlichen und als Einsteigermaske.
- Seaview Kids – TÜV-geprüft nach DIN EN 136. Für Kinder von 2,5 bis 10 Jahren.
→ Seaview Pro ansehen → Seaview Pro Plus ansehen
Flossen – mehr als ein nettes Extra
Flossen geben dir Vortrieb mit minimalem Kraftaufwand. Ohne Flossen kämpfst du mit den Beinen, mit Flossen gleitest du mühelos. Besonders in Strömung oder bei längeren Touren sind sie unverzichtbar.
Für Schnorchler empfehlen wir kurze, verstellbare Flossen. Sie sind leicht zu transportieren, einfach anzuziehen und geben genau den richtigen Vortrieb – ohne die Anstrengung von Langflossen.
→ Verstellbare Kurzflossen ansehen | Ausführlicher Vergleich: Flossenvergleich
Weiteres Zubehör
Optionale Erweiterungen
- Schnorchelweste – aufblasbar, gibt zusätzlichen Auftrieb. Ideal für Anfänger und unsichere Schwimmer.
- Neoprensocken (3 mm) – schützen vor Kälte, Steinen und Seeigeln.
- Optische Einsätze – für Brillenträger, −6,0 bis +6,0 Dioptrien. Per Saugnapf befestigt, ohne Werkzeug.
- UV-Shirt (Rash Guard) – Sonnenschutz, auch unter Wasser. Nach 30 Minuten in der Sonne wird dein Rücken es dir danken.
4. Richtig Schnorcheln – Tipps für Anfänger
Du hast die Ausrüstung. Jetzt geht's ins Wasser. Hier sind die wichtigsten Tipps, die den Unterschied machen zwischen einer frustrierenden ersten Session und einem Erlebnis, das du nie vergisst.
Atemtechnik – das Fundament
Die Atmung entscheidet über alles. Wenn die Atmung stimmt, ist Schnorcheln pure Entspannung. Wenn nicht, wird selbst die beste Maske zum Stressfaktor.
Die goldene Regel: Langsam, tief und gleichmäßig
Stell dir vor, du liegst auf einer Luftmatratze in der Sonne. Genau so soll sich deine Atmung anfühlen. Langsam einatmen (3–4 Sekunden), kurz halten, langsam ausatmen (4–5 Sekunden). Keine hektischen, flachen Atemzüge – die führen zu Schwindel und Unbehagen.
Ein großer Vorteil von Vollgesichtsmasken: Du atmest ganz normal durch Mund und Nase gleichzeitig. Es gibt kein Mundstück, an das du dich gewöhnen musst. Die meisten Anfänger berichten, dass sie innerhalb von 2–3 Atemzügen vergessen, dass sie eine Maske tragen.
Ausführliche Anleitung: Richtig atmen beim Schnorcheln – Atemtechnik, CO₂ & typische Fehler
Bewegung im Wasser
Beinschlag – weniger ist mehr
Vergiss alles, was du vom Kraulen kennst. Beim Schnorcheln machst du langsame, fließende Beinschläge aus der Hüfte. Die Knie bleiben fast gestreckt. Die Bewegung kommt aus den Oberschenkeln, nicht aus den Waden. Denke an eine langsame Delfin-Bewegung – nicht an Kraulsprint.
Arme – lass sie in Ruhe
Anfänger paddeln oft instinktiv mit den Armen. Das kostet Kraft und bringt kaum Vortrieb. Lass die Arme entspannt am Körper oder verschränke sie leicht vor der Brust. Der gesamte Vortrieb kommt aus den Beinen und Flossen.
Position – flach wie ein Brett
Dein Körper liegt flach an der Wasseroberfläche. Gesicht im Wasser, Blick nach unten. Wenn deine Beine absacken, verlierst du Vortrieb und verbrauchst mehr Energie. Eine Schnorchelweste hilft Anfängern, die ideale Position mühelos zu halten.
Die erste Session – Schritt für Schritt
- Zu Hause testen: Setz die Maske auf, atme 5 Minuten normal. Gewöhne dich ans Tragegefühl.
- Im flachen Wasser starten: Pool, Hotelstrand oder ruhige Bucht. Du musst jederzeit stehen können.
- Im Stehen atmen: Maske auf, Gesicht ins Wasser, drei ruhige Atemzüge. Kopf heben. Wiederholen.
- Treiben lassen: Füße vom Boden lösen, bauchlags treiben. Genau so anfangen – nicht schwimmen, nur treiben.
- Langsam bewegen: Erste sanfte Beinschläge. Kein Tempo, nur Bewegung.
- Sessions steigern: Von 10 auf 20, dann 30 Minuten. Wenn du 30 Minuten schaffst, bist du bereit fürs offene Meer.
5. Tipps für Fortgeschrittene
Du schnorchelst sicher an der Oberfläche und willst mehr? Hier sind Techniken, die dein Schnorchelerlebnis auf das nächste Level heben.
Abtauchen (Duck Dive)
Der Duck Dive bringt dich von der Oberfläche unter Wasser – zum Beispiel um einen Fisch aus der Nähe zu sehen oder ein Riff von unten zu betrachten. Die Technik:
- Flach an der Oberfläche liegen
- Oberkörper nach unten kippen (90° nach unten schauen)
- Beine gerade nach oben strecken – das Gewicht drückt dich unter Wasser
- Sobald du unter der Oberfläche bist: Flossenschläge nach unten
Schnorcheln in Strömung
Strömungen gehören zum Meer dazu. Die Grundregel: Nie gegen die Strömung ankämpfen. Schwimme immer quer zur Strömungsrichtung (parallel zum Strand), bis du aus der Strömung heraus bist. Erst dann zurück zum Ufer.
- Informiere dich vor dem Schnorcheln über lokale Strömungsverhältnisse
- Schnorchle nie alleine – immer mit Buddy
- Trage eine Schnorchelweste für zusätzliche Sicherheit
- Achte auf deine Energie – wenn du müde wirst, ist es Zeit umzukehren
Unterwasser-Fotografie
Die Seaview Pro Plus hat eine integrierte Action-Cam-Halterung (kompatibel mit GoPro, DJI, Insta360). Damit filmst du automatisch alles, was du siehst – Hände frei, perfekter Blickwinkel.
Mein Tipp: Action-Cam auf den Selfie-Stick statt auf die Maske
Klar, die Halterung direkt auf der Maske ist praktisch. Aber nach vielen Schnorcheltouren bin ich beim Selfie-Stick gelandet – und zwar aus guten Gründen:
- Du siehst, ob die Kamera eingeschaltet ist und ob du gerade filmst
- Du kontrollierst, was du filmst – nicht nur geradeaus
- Du kannst dich selbst filmen und die Kamera unter Felsspalten oder in Höhlen halten
Wichtig beim Selfie-Stick: Achte unbedingt auf eine Arretierung auf jeder Ebene der Verlängerung. Sticks, die nur auseinandergezogen werden, drücken sich beim Schwimmen wieder zusammen. Es gibt Modelle mit Schraubbefestigung auf jeder Stufe – die halten. Meine Erfahrung nach mehreren Fehlkäufen: Wer billig kauft, kauft zwei Mal.
Tipp für bessere Unterwasserfotos: Morgens zwischen 9 und 11 Uhr schnorcheln, wenn die Sonne schräg einfällt und das Licht am schönsten unter Wasser bricht.
6. CO₂-Sicherheit bei Vollgesichtsmasken
Dieses Thema ist uns besonders wichtig – denn es geht um deine Sicherheit im Wasser.
Das Problem: CO₂-Rückatmung
Bei schlecht konstruierten Vollgesichtsmasken vermischen sich eingeatmete und ausgeatmete Luft. Das bedeutet: Du atmest dein eigenes CO₂ wieder ein. Die Folge können Kopfschmerzen, Schwindel und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit sein – mitten im Wasser.
Unabhängige Forschung bestätigt, dass die Konstruktion der Luftkanäle den entscheidenden Unterschied macht: Masken ohne klare Trennung von Ein- und Ausatemluft können unter bestimmten Bedingungen gefährlich hohe CO₂-Werte erzeugen (Studie, PMC 2023).
Die Lösung: Getrennte Atemkanäle
Sichere Vollgesichtsmasken haben vollständig getrennte Kanäle für Ein- und Ausatmung. Frische Luft strömt von oben durch den Schnorchel ein. Verbrauchte Luft wird durch separate Kanäle an der Seite über Ventile nach außen geleitet. Eine Vermischung ist konstruktionsbedingt ausgeschlossen.
7. Pflege und Wartung deiner Maske
Eine gut gepflegte Maske hält Jahre. Eine schlecht gepflegte wenige Monate. Hier die wichtigsten Regeln:
Nach jedem Gebrauch
Mit Süßwasser ausspülen. Salzwasser, Chlor und Sand sind Gift für Silikon und Ventile. Halte die Maske unter fließendes Leitungswasser und spüle alle Kanäle gründlich durch. Lass sie anschließend an der Luft trocknen – nie in der prallen Sonne.
Transport
Verwende die mitgelieferte Aufbewahrung (Netzbeutel oder Softcase). Lege nichts Schweres auf die Maske – das kann die Glasscheibe verformen oder das Silikon beschädigen.
Ventile nicht manipulieren
Die Ventile sind präzise eingestellt und für die CO₂-Sicherheit essentiell. Nie abmontieren, dehnen oder mit Werkzeug bearbeiten. Wenn ein Ventil defekt wirkt: Ersatzteil bestellen statt basteln.
8. Die besten Schnorchelspots
Die richtige Ausrüstung hast du – jetzt fehlt nur noch das richtige Wasser. Hier eine Auswahl der besten Schnorchelziele:
🇪🇺 Europa
- Sardinien – kristallklares Wasser an der Costa Smeralda, Cala Mariolu, Cala Goloritzé. → Alle Spots in Italien
- Kroatien – Kornati-Inseln und die Küste Istriens bieten überraschend gute Sichtweiten
- Fuerteventura – vulkanische Unterwasserlandschaften, Schildkröten in El Puertito. → Alle Spots in Spanien
- Mallorca – Cala Varques, Cala Mondragó, Naturschutzgebiete mit reicher Meeresfauna
- Griechenland – Kreta, Zakynthos (Navagio Beach), glasklare Buchten
🌍 Weltweit
- Ägypten (Rotes Meer) – eines der besten Schnorchelreviere der Welt, Korallen direkt vom Strand aus
- Malediven – Mantarochen, Walhaie, Hausriffe direkt vor der Unterkunft
- Thailand (Similan-Inseln) – farbenprächtige Korallen und tropische Fischschwärme
- Australien (Great Barrier Reef) – das größte Riff der Welt, Schnorcheln direkt möglich
Weitere Schnorchelziele: Teneriffa · Gran Canaria · Türkei
9. Häufige Fragen
Kann ich mit einer Vollgesichtsmaske tauchen?
Ja – bis ca. 3 Meter ist das mit jeder Vollgesichtsmaske problemlos möglich. Der Schnorchel verschließt sich automatisch unter Wasser. Für tieferes Tauchen mit Druckausgleich empfehlen wir die Seaview Pro Plus mit integrierter Silikonnase – damit sind 8–10 Meter möglich.
Kann ich mit Brille schnorcheln?
Nicht mit einer normalen Brille – die Bügel verhindern, dass die Maske dicht schließt. Stattdessen bieten wir optische Einsätze an (−6,0 bis +6,0 Dioptrien), die per Saugnapf im Inneren der Maske befestigt werden – ohne Werkzeug, ohne Klebstoff.
Welche Größe brauche ich?
Als Faustregel: S/M bis ca. 1,69 m Körpergröße, L/XL ab 1,70 m. Entscheidend ist die Gesichtsform: Bei schmalem Gesicht eher S/M, bei rundem oder breitem Gesicht eher L/XL. Vom Vermessen des Gesichts raten wir ab – die Ergebnisse sind zu ungenau.
Ab welchem Alter können Kinder schnorcheln?
Mit der Seaview Kids ist Schnorcheln ab ca. 2,5 Jahren möglich – je nach Entwicklungsstand. Ab 3,5 Jahren passt die Maske garantiert. Die Kindermaske ist TÜV-geprüft nach DIN EN 136.
Ist die Maske für Bartträger geeignet?
Bedingt. Ein 3-Tage-Bart ist in der Regel kein Problem. Ab 5 Tagen empfehlen wir, den Bart im Bereich der Dichtlippe zu kürzen. Alles darüber hinaus kann die Dichtigkeit beeinträchtigen.
Was ist der Unterschied zwischen Seaview Pro und Seaview Pro Plus?
Beide sind CO₂-geprüft und haben das gleiche 180°-Sichtfeld. Der Unterschied: Die Pro Plus hat eine integrierte Silikonnase für Druckausgleich (bis 8–10 m Tiefe), eine Action-Cam-Halterung und einen Schnellverschluss. Die Pro ist ideal für Oberflächen-Schnorcheln bis ca. 3 m.
10. Fazit
Schnorcheln ist eine der schönsten Möglichkeiten, die Unterwasserwelt zu erleben – und eine der einfachsten. Du brauchst keine monatelange Ausbildung, kein teures Equipment und keinen perfekten Strand. Eine gute Maske, ruhige Atmung und ein bisschen Übung – mehr braucht es nicht.
Wenn du noch nie geschnorchelt hast, fang mit einer Vollgesichtsmaske im flachen Wasser an. Die natürliche Atmung durch Mund und Nase senkt die Hemmschwelle enorm. Und wenn du merkst, dass du tiefer willst – die Seaview Pro Plus mit Druckausgleich wartet auf dich.
→ Bestseller: Seaview Pro → Mit Druckausgleich: Seaview Pro Plus → Für Kinder: Seaview Kids

















