
Kaimana Schnorchelmaske: Warum gekaufte Siegel falsche Sicherheit vermitteln
Beim Kauf einer Schnorchelmaske steht die Sicherheit an oberster Stelle. Gerade wenn Kinder schnorcheln, müssen Eltern sich auf geprüfte Qualität verlassen können. Doch nicht jedes Siegel auf einem Produkt steht für echte Sicherheit. Der Hersteller Kaimana zeigt, wie leicht man mit erkauften Logos Vertrauen vortäuschen kann – ohne eine Norm einzuhalten.
Bild-Quelle: amazon.de
1. Was steckt hinter den "Testsiegeln" von Kaimana?
Die Schnorchelmaske von Kaimana ist mit verschiedenen Prüfzeichen versehen. Sie sehen offiziell aus, vermitteln Seriosität – doch hinter den Logos stehen keine anerkannten Prüfinstitute. Stattdessen handelt es sich um Unternehmen, die gegen eine Gebühr Siegel vergeben.
Ein Beispiel: Das sogenannte IGR-Siegel „Ergonomisches Produkt“ kostet 1.250 Euro Prüfgebühr – ohne technische Prüfung – und jährlich weitere 500 Euro für die Nutzung des Logos.
👉 Quelle: IGR Infoblatt – Ergonomisches Produkt 2025
Das bedeutet: Für rund 1.750 Euro im ersten Jahr kann jedes Produkt mit einem „Testurteil“ beworben werden – unabhängig von der tatsächlichen Sicherheit oder Funktion.
2. Keine anerkannte Norm, keine echte Prüfung
Keines der verwendeten Siegel bei Kaimana basiert auf einer international anerkannten Prüfnorm. Ein echtes TÜV-Siegel hingegen setzt eine Prüfung nach EN 136:1998 voraus – wie sie beispielsweise die Khroom Seaview Kids durchlaufen hat.
Kaimana hingegen verzichtet auf die Nennung echter Normen. Zwar besteht die Möglichkeit, dass das Produkt eine EN-136-Prüfung durchlaufen hat, doch da keine aktive Kommunikation dazu erfolgt, liegt der Verdacht nahe, dass mit dem Prüfnachweis aus rechtlichen Gründen nicht geworben werden darf. Stattdessen verlässt sich der Hersteller auf scheinbar geprüfte Logos, die jedoch nichtssagend sind.
3. Testsieger-Artikel gegen Bezahlung?
Eine weitere Masche: Kaimana wird auf auffällig vielen Webseiten als „Testsieger“ gelistet – häufig ohne echte Testmethodik oder nachvollziehbare Kriterien. Unsere Recherchen zeigen, dass solche Platzierungen häufig bezahlt sind.
Auch uns, also Khroom, wurden solche Deals angeboten: Der renommierte Burda-Verlag offerierte einen Beitrag bei Fit4Fun für 1.180 € Setup + 120 € Keywordkosten. Für 600 € jährlich verlängert sich die Kampagne pro Keyword.
👉 Quelle: Angebot Burda Forward GmbH (PDF)
Wir lehnten dankend ab – Kaimana offenbar nicht. Denn exakt solche Webseiten preisen die Marke auffällig positiv. Natürlich gibt es hierfür keinen endgültigen Beweis, aber das Muster ist eindeutig – und für Verbraucher höchst irreführend.
4. Die echte Gefahr: Falsches Vertrauen
Diese Praxis ist nicht nur fragwürdig – sie ist gefährlich. Eltern vertrauen vermeintlichen Prüfsiegeln und sehen Kaimana als sichere Wahl für ihre Kinder. Dabei zeigen unabhängige Tests, dass die Maske erhebliche Schwächen hat:
- Zu enge Atemkanäle
- Schwerer Atemwiderstand
- Mangelhafte Verarbeitung
Solche Probleme können beim Schnorcheln zu CO₂-Rückatmung (Pendelatmung) führen – im schlimmsten Fall zu Schwindel oder Bewusstlosigkeit.
5. Fazit: Augen auf beim Maskenkauf
Wer Schnorchelmasken für sich oder sein Kind sucht, sollte nicht auf Werbeversprechen oder gekaufte Siegel vertrauen. Achte auf klare Angaben zur Prüfnorm (z. B. EN 136:1998) und auf eine saubere technische Umsetzung.
✅ Eine sichere Wahl ist z. B. die TÜV-geprüfte Seaview Kids von Khroom:
👉 Zur Kindermaske
✅ Für Erwachsene empfiehlt sich das Topmodell Seaview Pro:
👉 Zur Seaview Pro
Video: Was Kaimana verschweigt